Die 5 Säulen des Hatha Yogas

 

Asanas - Körperhaltungen

Die Asanas haben eine positive Wirkung auf unseren gesamten Körperapparat. Die Besonderheit liegt in der Dehnung von Muskeln&Bändern sowie der Dynamik der Wirbelsäule. Das Kreislaufsystem wird angeregt und fördert die Durchblutung. Wenn ein Asana länger gehalten wird, entsteht eine positive Wirkung auf das Lymphsystem, Nervensystem sowie auf energetischer Ebene.

 

Pranayama - Atemtechniken

Durch Atemübungen erfährt man das tiefe und kontrollierte Atmen und erlangt so zu einem bewußteren Atemverhalten. Die Lungenkapazität wird erhöht, so dass mehr Sauerstoff in die Zellen geleitet werden kann, was die Konzentration fördert und den Geist erfrischt.

 

 Sharvasana - Tiefenentspannung

Durch Schnelllebigkeit und Überanstrengung leidet oft unser Körper&Geist und das Immunsystem wird geschwächt. Durch Entspannung mit Autosuggestion werden Spannungen in den Muskeln und Nerven gelöst und somit kommt der Körper und Geist zur Ruhe, um im Alltag mehr Ausgeglichenheit zu leben.

 

Dhyana - Meditation

Meditation ist eine anhaltende Konzentration auf den Geist und kann durch Konzentrationstechniken erlernt werden. Sie bewirkt, dass die Gedanken geklärt, beruhigt und tranzendiert werden. Dadurch können Stress und Anspannungen im Alltag besser verarbeitet und abgebaut werden.

 

Ernährungslehre

In der Ernährungslehre des Yogas steckt die Philosophie, eine ausreichende leicht verdauliche und ausgewogene Nahrung mit dem Fokus auf ethische Grundsätze zu sich zu nehmen, um eine natürliche Harmonie in Körper und Geist herzustellen. Durch eine bewußtere Haltung entsteht auch ein anderes Verhältnis zu seiner Nahrung, welche sich immunstärkend auswirkt, nährend für den Körper und beruhigend für den Geist ist.

Was ist Hatha Yoga?

 

Im Eigentlichen Sinne ist Yoga ein Bestandteil der indischen Philosophie. Yoga hat viele Bedeutungen wie zum Beispiel: Einheit, Harmonie, Verbindung. Es ist eine spirituelle Werteentwicklung, durch die sich der einzelne Mensch den inneren Wurzeln nähert, um sich selbst und das Leben zu spüren.

 

Das ursprüngliche Ziel von Yoga ist die Sammlung von Konzentration

und diente rituell der Meditation.

 

Die Körperpositionen werden Asanas genannt und sind dazu entwickelt worden, den Körper dynamisch und kraftvoll zu machen während der Sitzhaltung in der Meditation. Das Wort Asana aus dem Sanskrit wird abgeleitet von As=Sitzen und Ana=Haltung.

 

Das körperbetonte Hatha Yoga steht in Beziehung zur Sonne, Ha und zum Mond, Tha. Die Sonne steht für die männliche aktivierende Energie in uns, der Mond steht für die weibliche passive Energie in uns. Yoga zielt darauf ab, diese beiden Energieanteile zu harmonisieren, indem wir lernen, uns mit unseren inneren Wurzeln zu verbinden, indem Lebensenergie (Prana) gesammelt und zum Fließen gebracht wird. Die Grundlage hierfür sind die Energiezentren, auch als Chakren bekannt, welche nach der Yogalehre entlang der Wirbelsäule verlaufen. Der gesunde Energiefluß der Chakren kann durch Körperhaltungen und Atemübungen aufrecht erhalten werden.

 

Hatha Yoga ist auch ein Zweig des Raja Yogas, welches sich mit der Kontrolle des Geistes beschäftigt. Diese Kontrolle des Geistes entsteht nach und nach, indem der physische Körper als Träger des Geistes dient. Die Reinheit des Geistes ist ohne die Reinheit des Körpers, in dem er existent ist und sich bewegt, nicht möglich. Durch das Praktizieren von Asanas und Pranayama, welche miteinander kombiniert werden, wird der Geist zentriert und kann so zu Konzentration und Meditation fortschreiten und somit durch körperliche und geistige Reinheit zu einer bewußteren Lebensführung dienen.

 

_________________________________________________________

 

Viele Menschen verbinden mit Yoga eine Art körperliche Flexibilität und Fitness, was sicherlich zu den positiven Effekten von Yoga gehört. Darüber hinaus ist Yoga weitaus mehr als das. Es ist zugleich dynamisch und meditativ, kräftigend und entspannend, heilend und belebend und mit der Zeit sowie einer kontinuierlichen Praxis kann man immer weiter in die tieferen Schichten dieser Welt eintauchen. Die Kombination aus Körperhaltungen und Bewegungsabläufen, inneren Konzentrationspunkten und Atemführungen sowie der Gebrauch von Mantras (Meditationsworten), Mudras (Handgesten) und Bhandas (innerer Energielenkungen) führt zu einer Vielfalt an Möglichkeiten, einen individuellen Schwerpunkt zu finden und somit seine eigene Yogawelt zu kreieren.

Empfehlungen für die eigene Yogapraxis

 

Wenn du Zuhause Yoga & Meditation praktizieren willst, zeigt es kraftvollere Wirkungen, wenn du einen entspannten und zeitlosen Raum dafür schaffst, in welchem du frei für dich sein kannst. Schaffe dir angenehme Lichtverhältnisse, welche sich beruhigend auf deinen Geist auswirken. Vor dem Yoga solltest du 2-3 Stunden nichts essen, damit dir das Verdauungssystem nicht die Energie raubt, welche körperlich und geistig gebraucht wird. Das Tragen von warmer und bequemer Kleidung schafft Wohlgefühl und eine feinere Körperwahrnehmung. Halte eine kleine Decke für die Endentspannung parat, damit du nicht auskühlst. Eine geeignete Zeit für die Yogapraxis ist am frühen Morgen vor dem Frühstück oder der frühe Abend vor dem Abendessen. Wie sich deine Praxis in den Alltag einbauen lässt, wirst du selbst heraus finden und deinen Bedürfnissen anpassen. Viel Spaß beim Praktizieren...